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F r a n z i s k a R i c h a r d
Kleider machen Leute. Machen sie in einem
Hotel auch Atmosphäre? Dienen sie auch als Kommunikations-mittel?
Theoretisch ja, doch die Gastgeber flüchten sich zunehmend in eine
ein-förmige Bekleidung, die dem gängigen Businesslook entspricht.
Ein Hotel sei eine Bühne, heisst es, ein Ort der Träume, der Illusionen.
Was liegt näher, als dass sich der Gastgeber selber
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vestimentär in Szene setzt? Da und dort geschiehts.
Grosse Berühmtheit erlangte beispiels-weise der rosafarbene Veston
von Hans C. Leu, dem ersten Direktor im Asconer Hotel Giardino.
Augenzwinkernd und bewusst plakativ hatte dieses legendäre Jackett,
das in seiner süsslichen Farbe an Bazooka-Kaugummi erinnerte, das
Ferienleben der Gäste zu versüssen. In der nüchternen Marketingsprache
wird das Corporate Identity
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genannt. Denn die rosa Farbe – als Inbegriff der «vie
en rose» – zog sich zumindest zu Leus Zeiten durch das ganze Haus,
vom Prospekt bis zum rosafarbenen Fahrrad.
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